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GEMA-Hilfsmaßnahmen

Natürlich wird die Corona-Epidemie auch nicht an Musik-Autoren (Textdichtern und Komponisten) und deren Verlagen vorbeigehen. Mit diesem Beitrag wollen wir die Unterstützungsangebote der GEMA vorstellen.

1. Betroffenheit durch Corona-Epidemie

Besonders betroffen werden die Autoren und Verlage sein, bei denen es aufgrund der gesundheitspolitischen Maßnahmen im Live-Bereich zu Erlös-Ausfällen kommt.

Autoren, die zugleich als ausübende Künstler/Bands ihr eigenes Repertoire (selbst geschriebene Songs) live bei Konzerten und Festivals aufführen, sind doppelt belastet. Im Sinne unmittelbarer Auswirkungen kommt es zum Ausfall von Gagen. Zeitlich versetzt dann ferner zu Einbußen von GEMA-Erlösen, da die GEMA bei ausfallenden Konzerten keine Urhebervergütungen von Veranstaltern einnehmen wird. Die Verleger dieser Autoren werden entsprechende Ausfälle ihrer GEMA-Erlöse verzeichnen.

Auch andere Auswirkungen wird es geben – so z.B. für Autoren und Verlage, deren Repertoire in Radio und Fernsehen aufgrund von – nun ausfallenden – Großveranstaltungen (Fußball-EM, olympische Spiele) normalerweise vermehrt gesendet wird. Auch Erlöse durch die Vergabe von Synch-Rechten werden vorrübergehend zurückgehen, da Kino- und TV-Produktionen derzeit nicht fortgeführt werden können. Die Verbände der deutschen Musikwirtschaft rechnen im „Bericht der Verbände der deutschen Musikwirtschaft zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie“ mit einem Ausfall für Autoren und Verlagen in Höhe von rund 363 Millionen Euro.

2. Hilfsmaßnahmen der GEMA

Besonders erfreulich ist es daher, dass die GEMA für Ihre Mitglieder die Hilfsmaßnahmen

  • Schutzschirm LIVE
  • Corona-Hilfsfonds

beschlossen hat, die auf der GEMA-Webseite hier erläutert werden.

Beim Schutzschirm LIVE geht es um verrechenbare Vorauszahlungen auf Autorenanteile von GEMA-Komponisten und –Textdichtern, die auch als Performer auftreten und wegen Veranstaltungsabsagen vor finanziellen Problemen stehen. Ein besonderer Vorteil liegt darin, dass die Verrechnung der Vorauszahlungen erst im Jahr 2022 stattfinden wird.

Über den Corona-Hilfsfonds werden demgegenüber existentiell betroffenen Autoren und Verlagen, nicht verrechenbare/nicht rückforderbare Mittel zur Verfügung gestellt. Hierunter fallen jedoch ausschließlich GEMA-Mitglieder, die von der Corona-Pandemie außergewöhnlich stark betroffen sind und deren individueller, durch die Pandemie ausgelöster Härtefall nicht bereits über den „Schutzschirm LIVE“ oder sonstige Unterstützungsleistungen ausgeglichen werden kann.

3. „Normale“ GEMA-Vorauszahlungen

Aus Autoren- und Verlagssicht weiterhin zu denken ist an die normalen Vorauszahlungen, die die GEMA ihren Berechtigten seit jeher auf Antrag gewährt, wenn deren Erlöslage das zulässt. Die Vorschüsse werden allerdings immer als Ergebnis einer Einzelfallbetrachtung seitens der GEMA ausgezahlt und sind ferner (im Gegensatz zu den Vorauszahlungen unter dem Schutzschirm LIVE) sofort bzw. ab der unmittelbar folgenden Ausschüttung verrechenbar.