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Bundesregierung legt Corona-Überbrückungshilfe auf

Die Bundesregierung hat eine Überbrückungshilfe zur Sicherung der Existenz für kleine und mittelständische Unternehmen bei corona-bedingtem Umsatzausfall beschlossen und eine bundesweit geltende Antragsplattform gestartet.

Am 12. Juni 2020 hat das Bundeskabinett die Eckpunkte einer Überbrückungshilfe zur Sicherung der Existenz für kleine und mittelständische Unternehmen bei corona-bedingtem Umsatzausfall beschlossen. Nunmehr ist die gemeinsame bundesweit geltende Antragsplattform gestartet, auf der entsprechende Anträge hochgeladen werden können.

Das Programm dient der Sicherung der Existenz kleiner und mittelständischer Unternehmen. Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen aller Größen (unabhängig von der Mitarbeiterzahl), Solo-Selbstständige und selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb aller Branchen, soweit deren Umsätze in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60% gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten eingebrochen sind. Bei Unternehmen, die nach Juni 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Die Überbrückungshilfe wird dabei als Beitrag zu den betrieblichen Fixkosten gezahlt .

Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  1. 80% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzrückgang,
  2. 50% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50% und 70%,
  3. 40% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40% und unter 50% im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Als förderfähige Fixkosten gelten unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Aufwendungen für Personal, das nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, können in Höhe einer Pauschale von 10% der Fixkosten geltend gemacht werden. Ein Unternehmerlohn wird jedoch nicht erstattet.

Die Überbrückungshilfe kann für bis zu 3 Monate beantragt werden. Die maximale Förderung beträgt 50.000,- € pro Monat, bei Unternehmen bis zu 10 Beschäftigen 5.000,- € pro Monat, bei Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten jedoch lediglich 3.000,- € pro Monat. In begründeten Ausnahmefällen können die maximalen Erstattungsbeträge für kleine Unternehmen überschritten werden.

Die Antragsfrist endet am 31.August 2020 und die Auszahlung soll bis zum 30. November 2020 erfolgen.

Der Antrag kann ausschließlich durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer, sowie seit dem 10.08.2020 auch über Rechtsanwälte gestellt werden und muss über folgenden Überbrückungshilfen-Portal eingereicht werden. Die Auszahlung erfolgt über die Länder durch Bewilligungsstellen.